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Walddeutsche
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Walddeutsche (polnisch LeĆni Niemcy â wörtlich ĂŒbersetzt, aber ungebrĂ€uchlich),cite-ref-2[2] auch Taubdeutsche (polnisch GĆuchoniemcy) waren eine Deutsche Minderheit in Polen, die ab Mitte des 14. Jahrhunderts im Karpatenvorland siedelten. Die Kolonisten gingen bis zum 18. Jahrhundert in den polnischsprachigen Volksgruppen der OberlĂ€nder (polnisch PogĂłrzanie) im Mittelbeskiden-Oberland sowie der Rzeszowiacy um ĆaĆcut auf.
Contents
âą Etymologie
âą Geschichte
âą Forschung
âą Bilder
âą Siehe auch
âą Literatur
âą Weblinks
âą Einzelnachweise
âą Anmerkungen
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Etymologie
Die Siedler trugen die deutsche Bezeichnung âWalddeutscheâ oder âTaubdeutscheâ, die polnische war ursprĂŒnglich (1658) GĆuszy Niemcy.cite-ref-metryka-3-0[3] Das plurale Adjektiv gĆuszy ist in der modernen Sprache nicht ĂŒblich (heutiges plurales Adjektiv gĆusi), sondern man verwendet den modernen Begriff GĆuchoniemcy. Es handelt sich um ein Wortspiel, bei dem der Begriff Ă€hnlich wie âTaubstummeâ klingt (niemy polnisch fĂŒr âstummâ, im Sinne von ânicht kommunikationsfĂ€higâ, âunfĂ€hig, verstĂ€ndlich [in slawischen Sprachen] zu sprechenâ (siehe auch Deutsch in den slawischen Sprachen)).cite-ref-4[4]cite-ref-metryka-3-1[3]
Im Jahr 1896 schlug der Historiker Wojciech Szujski vor, dass man den ursprĂŒnglichen Begriff als [Niemcy w] gĆuszu verstehen sollcite-ref-5[5] (gĆusz, modern gĆusza, polnisch fĂŒr Einöde/Abgeschiedenheit/Wildnis, Niemcy polnisch fĂŒr âDeutscheâ), also Deutsche in der Wildnis, Ă€hnlich wie der spĂ€tere deutsche Begriff Walddeutsche.
Die ersten ErwÀhnungen des Terminus bezogen sich deutlich auf eine lÀndliche und nicht stÀdtische deutschsprachige Bevölkerung.cite-ref-6[6]
Geschichte
Anfang und Herkunft
Im Jahr 1344 oder 1345 nahm der König Kasimir III. der GroĂe (â 1370) den westlichen Rand Rotrutheniens (Sanoker und PrzemyĆler Land) ein. Dies eröffnete die Möglichkeit des Landesausbaus im Grenzbereich, der bisher absichtlich bewaldet gelassen wurde. Zu dieser Zeit war die deutschrechtliche Kolonisation in Polen schon etabliert durch zahlreiche Phasen der deutschen Ostsiedlung, die im 9. Jahrhundert im Grenzgebiet von ThĂŒringen-Frankenland begonnen hatte und im 13. Jahrhundert in Schlesien verbreitet wurde. Die ersten Indizien der Benutzung des in Kleinpolen neuen âdeutschen Rechtsâ bzw. einer StadtâGemeinde stammen aus Krakau in den frĂŒhen 1220er Jahren,cite-ref-7[7]cite-ref-8[8] wo es schon zuvor ein Viertel deutscher Kaufleute gab. In Kleinpolen verstĂ€rkte sich die Ankunft deutscher StadtbĂŒrger, Ritter und Klerus mittleren Rangs unter den Krakauer Herrschern, die engere Verbindungen mit dem Westen hatten, wie z. B. in der Zeit der sogenannten âMonarchie der schlesischen Heinricheâ (1232 bis 1241) oder unter dem böhmisch-polnischen König Wenzel II. (1291 bis 1305). Nach dem Jahr 1234 kam es auch zu den ersten erfolglosen Versuchen des Krakauer Woiwoden Theodors des Wappens Gryf zur Ansiedlung deutsch-schlesischer (teutonici Slesensescite-ref-9[9]) Bauern im Podhale. Es waren jedoch die neuen StĂ€dte, die deutsche Ankömmlinge am meisten empfingen. Nach der Wiedervereinigung Polens folgte der Höhepunkt des deutschrechtlichen Landesausbaus, meistens aus Initiative des Königs und durch slawischsprachige Siedler betrieben, obwohl die Teilnahme von deutschen Bauern, spĂ€teren Walddeutschen, noch merklich war, besonders um ĆaĆcut, die entlang der zunehmend wichtigen Via Regia lag. Zumindest im Jahr 1369 kam dort dazu eine private Kolonisation unter dem deutschstĂ€mmigen Ritter Otto von Pilcza (â 1384/1385). Die Ansiedlung dauerte unter dem König Ludwig von Polen und Ungarn (â 1382) an, der damals die GrĂŒndung eines separaten, aber vom Haus Anjou abhĂ€ngigen Staats in Rotruthenien anstrebte. Wladislaus II. von Oppeln, von 1372 bis 1378 Statthalter des FĂŒrstentums Halytsch-Wolodymyr, wurde als der deutschen Besiedlung gegenĂŒber wohlwollend beschrieben, wie auch der Organisator des Bistums PrzemyĆl, Erik von Winsen.
Dank bekannter Osterlieder und deutschsprachiger SchöffenbĂŒcher verortete der Sprachwissenschaftler Franz A. Doubek die Herkunftsregion der Ansiedler in Westsachsen und im thĂŒringisch-sĂ€chsischen Grenzgebiet beiderseits der Saale, ĂŒber Niederschlesien um WrocĆaw,cite-ref-doubek1928-10-0[10]cite-ref-11[11] wĂ€hrend Ernst Schwarz vermutete, es sei SĂŒdoberschlesien, besonders in der Umgebung der Stadt Neisse.cite-ref-12[12] Der polnische Historiker Adam Fastnacht wies nach, dass einige deutsche Bewohner um Sanok aus Oberungarn (Zipser Sachsen) stammten.cite-ref-13[13] Der polnische Germanist Grzegorz Chromik ist der Meinung, dass die Schriftsprache der Schöffenbucher ein typisches schlesisches Bild prĂ€sentiert, obwohl in einer veralteten Form.cite-ref-14[14]
Sprachinseln um ĆaĆcut und Krosno
Nach einer Ăberlieferung aus dem 17. Jahrhundert begann die deutsche Kolonisation um ĆaĆcut mit der GrĂŒndung von Krzemienica 1349.cite-ref-b87-15-0[15] Von 1384 stammt ein Dokument, das alle Dörfer der Sprachinsel erwĂ€hnte: Krzemienica, Nawedorph (Kraczkowa, im Jahr 1369 als Newdorf gegrĂŒndet), Markenhow (Markowa), Helwygeshow (Albigowa), Wysoka, Schonerwalt (Sonina), Kosina (1369 schon als Kossyna bestehend), Henselshow (HandzlĂłwka) und Langenhow (HusĂłw, im Jahr 1381 als Langyn Aw gegrĂŒndet).cite-ref-16[16] Nach Franciszek Trojnar waren die Dörfer chronologisch nach dem Alter sortiert.cite-ref-17[17] Daneben ist der Name der Stadt ĆaĆcut (dt. Landshut) deutscher Herkunft. Die oben beschriebene Verortung der Herkunftsregion lĂ€sst vermuten, dass die Siedler den Namen von Landeshut (Kamienna GĂłra) in Niederschlesien ĂŒbertragen haben. Im Jahr 1424 wurde das benachbarte Dorf Malawa als Lichten(h)aw [alias Malowa] erwĂ€hnt. Die Region um ĆaĆcut war die gröĂte und am besten erforschte und belegte walddeutsche Sprachinsel. Das Gebiet um ĆaĆcut war im Mittelalter auch die deutlichste HĂ€ufung von deutschstĂ€mmigen Ortsnamen im ganzen PrzemyĆler Landes.cite-ref-makarski-18-0[18]
Die ErwĂ€hnungen der Ortschaften der zweiten Sprachinsel um Krosno und Iwonicz stammen aus den Jahren 1388 (HaczĂłw) bis 1437.cite-ref-19[19]cite-ref-20[A 1] Die StĂ€dte wurden am schnellsten assimiliert, aber in beiden Gebieten hielt sich deutschsprachige Bevölkerung in einzelnen Dörfern bis ins 17. Jahrhundert (HaczĂłw bei Krosno und Markowa, Albigowa und Kraczkowa bei ĆaĆcut). UrsprĂŒnglich bezeichnete der polnische Begriff GĆuszy Niemcy nur die deutschsprachigen Bewohner dieser beiden Sprachinseln.
SpĂ€testens bis zum 18. Jahrhundert erfolgte die Polonisierung der Nachkommen der deutschen Ansiedler und verstĂ€rkte so die polnisch-katholische Bevölkerung im polnisch-ruthenischen Grenzbereich. Wahrscheinlich im Jahr 1794 besuchte der Priester Franciszek SiarczyĆski das Dorf Markowa bei ĆaĆcut und berichtete, dass die Einwohner noch einige deutschsprachige Osterlieder kannten und diese erlĂ€utern konnten.cite-ref-21[20]
Weitere deutsche Besiedlung im Oberland und im SĂŒden des Königreichs Polen
Die dritte potentielle Sprachinsel bzw. ein Gebiet der mit Quellen belegten markanten deutschen Ansiedlung sind die GĂŒter von Kunice am sĂŒdlichen Rand der Woiwodschaft Sandomir. Sie wurden im Jahr 1282/1288 vom Krakauer Herzog Leszek dem Schwarzen an das Bistum Lebus verliehen, das damals auch die Funktion des Missionsbistums fĂŒr Ruthenien erhalten hatte. Im Lebuser Stiftsregister aus dem Jahr 1405cite-ref-26[25] wurden ca. 100 mehrheitlich deutsche Familien aus Schlesien namentlich benannt, die sich in den Dörfern Nyebyelychschayo dicta Przesyk auf dem Grund von Kunycze, alias Kamyenyecz sowie in Wyelgopole im Gebiet des Klosters OpatĂłw um den heutigen Wielopole SkrzyĆskie und Brzostek ansiedelten, unter denen es noch von Abgaben und den Frondiensten befreite Siedler gab.cite-ref-27[26] Nach einigen Historikern enthielt dieses Manuskript fĂŒr das Jahr 1405 anachronistische Informationen. Das Gebiet war damals schon Jahrzehnte im Besitz der Familie Bogoria, und Wielopole war schon vor der HĂ€lfte des 14. Jahrhunderts eine Stadt (möglicherweise mit dem Nebennamen FĂŒrstenberg). Dieses Manuskript könnte z. B. unter dem Lebuser Bischof Stephan II. (â 1345) geschrieben und folgend einige Male routiniert abgeschrieben worden sein.cite-ref-28[27] Der Text wurde auch im Buch Liber beneficiorum ecclesiae Craceviensis von Jan DĆugosz (1470 bis 1480) beigelegt, und zwar mit falschem Datum 1488. Dieses verwechselte u. a. der deutsche Volkskundler Walter Kuhn, der es im Jahr 1928 erforschte. Er meinte, dass sich die benannten Familien im Dorf Wyelgopole in den heutigen Dörfern Brzeziny und Nawsie ansiedelten. Brzeziny wurde aber schon zusammen mit oppido Wielopole 1337 erstmals urkundlich erwĂ€hnt. Trotzdem ist die Identifizierung von Nebelichshaw/Nyebyelychschayo dicta Przesyk entweder mit Siedliska-Bogusz oder Gorzejowa, die zwischen Kamienica Dolna und Kamienica GĂłrna mit SmarĆŒowa am Bach Kamienica liegen, ziemlich wahrscheinlich.cite-ref-wk1928-29-0[28] Weiter in diesem Manuskript wurden auch drei deutsche Ortsnamen erwĂ€hnt: Schuffnerhau (Szufnarowa), Nuendorf (Nowa WieĆ) und Busserhaw (PstrÄ
gĂłwka?). In der nahen Umgebung der GĂŒter von Kunice wurde die Stadt Frysztak von deutschen Siedlern gegrĂŒndet, auch die Stadt StrzyĆŒĂłw könnte den Nebennamen Schiltberg zeitweilig gehabt haben. Im Gegensatz zu zwei walddeutschen Sprachinseln um ĆaĆcut und Krosno gibt es jedoch keine Ăberlieferungen ĂŒber die Andauer der deutschen Sprache um Wielopole SkrzyĆskie bis in die Neuzeit, die offenbar bald von der polnischen Sprache verdrĂ€ngt wurde.
AuĂerhalb der Sprachinseln existierte im Oberland nur eine sporadische deutsche Ansiedlung, meistens in den StĂ€dten entlang der Handelswege, wie der Via Regia (Ropczyce) oder der HandelsstraĂe nach Ungarn durch Pilzno, JasĆo, Krosno, Dukla und ĂŒber den Duklapass, oder in neugegrĂŒndeten StĂ€dten mit deutschen Namen wie z. B. GrybĂłw (GrĂŒnberg), Tymbark (Tannenberg), JaĆliska (Honstadt)cite-ref-30[A 2] sowie in VorstĂ€dten.cite-ref-31[A 3] AuĂerdem gab es in diesem Gebiet abgeschiedene Dörfer mit Namen deutscher Herkunft, z. B. Harta bei DynĂłw.cite-ref-32[29]
Die StrzyĆŒĂłw- und DynĂłw-Gebirge teilten die deutschen Siedlungsgebiete im Oberland parallel in Bogenform: westlich von der Sprachinsel um ĆaĆcut durch RzeszĂłw bis Pilzno sowie im SĂŒden im Sanoker Flachland und in den sĂŒdwestlichen Beskiden, von Sanok durch Sprachinsel Krosno mit HaczĂłw, Biecz, bis Gorlice und GrybĂłw.cite-ref-33[30]
Noch im frĂŒhen 15. Jahrhundert erwĂ€hnten die Privilegien der Verleihung des deutschen Rechts in den Orten im ruthenischen Sprachraum Polens ausdrĂŒckliche Empfehlungen zu Herbeiholung von römisch-katholischen bzw. deutschen und freien polnischen Siedlern (z. B. Theutonici et Poloni, christiani, catholici, homines nostre fidei, sacram fidem sub obedientia sacrae Romanae Ecclesiae profiitentes), um die orthodoxe bzw. ruthenische Bevölkerung (z. B. Rutheni, scismatici, sanctae Romanae Ecclesiae non profitentes) diskriminierend von Migration in die neuen Orte abzuhalten.cite-ref-janeczek-34-0[31]
Polnische Quellen des 16. bis 17. Jahrhunderts verorteten deutsche Siedler im vorkarpatischen Raum,cite-ref-35[32] z. B. berichtete der Chronist Maciej Stryjkowski 1582 von seiner Beobachtung, dass deutsche Bauern bei Przeworsk, PrzemyĆl, Sanok und JarosĆaw âtĂŒchtige Landwirteâ seien.cite-ref-36[33]
Die Erinnerung an die deutsche Ansiedlung im JasĆo-Krosno-Becken im SĂŒden sowie im RzeszĂłw-Vorgebirge im Norden bewahrte sich in der polnisch-umgangssprachlichen Bezeichnung âNa GĆuchoniemcachâ (= etwa âim [Gebiet der] Taubdeutschenâ) von einem unbestimmten, erweiterten Gebiet von Pilzno und Gorlice bis zu den ehemaligen Sprachinseln um ĆaĆcut und Krosno. Dieser Terminus wurde erst im frĂŒhen 20. Jahrhundert in der Literatur erwĂ€hnt. Die Nachkommen der Siedler gingen viel frĂŒher in der polnischsprachigen Gruppe der Rzeszowiacy (Bewohner der Region um RzeszĂłw) im Norden sowie in der Gruppe der OberlĂ€nder im SĂŒden auf. Beide polnischen Bezeichnungen entstanden in der Zwischenkriegszeit in Anlehnung an regionale Trachten. Die erste wurde erstmals von Jan StanisĆaw BystroĆ in den 1920er Jahren benutzt. Die zweite Bezeichnung wurde im Jahr 1935 von Adam WĂłjcik erstmals mit Grenzen definiert, die den sĂŒdlichen Teil des Gebiets Na GĆuchoniemcach umfasste.cite-ref-37[34] Beide Gruppen bewohnten ein Gebiet, das im Norden im Sandomirer Becken durch die masowischen Lasowiaken und im SĂŒden durch das Lemkenland, das Gebiet der karpatendeutschen Zipser Sachsen und die slowakischen Siedlungsgebiete eingegrenzt war. Mit der nationalistisch geprĂ€gten politischen Stimmung im Deutschland der 1930er Jahre wurde die Verbreitung und die Rolle deutscher Siedler in âGebieten deutschrechtlicher Kolonisationâ gerne ĂŒbertrieben dargestellt.cite-ref-kl1943-38-0[35]
Eine gröĂere Gruppe Dörfer mit deutschen Namen gab es zudem um die Stadt Nowy Targ an der HandelsstraĂe von Krakau nach Oberzips. Im frĂŒhen 14. Jahrhundert (ab 1307) begann ein Wettbewerb zwischen dem Königreich Polen und dem Königreich Ungarn, das Neumarkter Becken zu erschlieĂen. Damals entstanden z. B. auf polnischer Seite Waksmund und GrywaĆd und auf der ungarischen Seite Frydman und Krempachy sowie die Grenzburgen Szaflary und Czorsztyn. Besonders die Besiedlung auf ungarischer Seite hatte starke Beziehungen mit der oberzipserdeutschen Sprachinsel.cite-ref-39[36] Diese Siedler wurden nur gelegentlich in den Kontext der Walddeutschen eingeordnet.cite-ref-w1931-40-0[37] Ihre Nachkommen gingen in der polnischsprachigen Volksgruppe der Goralen mit walachischen kulturellen und rechtlichen Besonderheiten auf (Walachisches Recht). Auch andere mittelalterliche Burgen trugen oft deutsche Namen, besonders am Handelsweg nach Ungarn entlang dem Dunajec.cite-ref-41[A 4] Dort wurde unter dem König Wenzel II. von Böhmen die neue Stadt Nowy SÄ
cz mit gröĂerer deutscher Minderheit gegrĂŒndet. Auch die Stadt CzchĂłw erhielt im 14. Jahrhundert auch einen deutschen Namen (Weyskirche, 1389).
Siehe auch
:
Liste mittelalterlicher Walddeutscher Siedlungen
Forschung
Der polnische Begriff GĆuchoniemcy bezeichnete im 17. Jahrhundert ausschlieĂlich die Bewohner zweier damaliger deutschsprachiger Enklaven um ĆaĆcut und Krosno.cite-ref-42[38] Erst im frĂŒhen 20. Jahrhundert wurde der Begriff in der polnischsprachigen Literatur fĂŒr alle spĂ€tmittelalterlichen deutschen Siedler zwischen den FlĂŒssen WisĆoka und San nördlich der Westbeskiden verwendet, in Anlehnung an die Ăberlieferung der regionalen Bevölkerung, die dieses Gebiet na [âaufâ im Sinne von âdas Gebiet derâ] gĆuchoniemcach [Taubdeutschen] nannte.cite-ref-43[39]cite-ref-w1931-40-1[37]cite-ref-kl1943-38-1[35]
Der polnische Bischof und Schriftsteller Ignacy Krasicki (1735â1801) benutzte den Begriff GĆuchoniemcy fĂŒr die bereits assimilierten Walddeutschen in einem Kommentar des Wappenbuchs von Kasper Niesiec und etablierte damit den Begriff in der polnischsprachigen Literatur.cite-ref-44[40] Wincenty Pol beschrieb im Jahr 1869, dass die Kleidung der Walddeutschen der der ungarischen und siebenbĂŒrgischen Deutschen Ă€hnlich war. Sie seien hauptsĂ€chlich in der Landwirtschaft und der Weberei tĂ€tig gewesen.cite-ref-45[41]cite-ref-46[42] In der deutschsprachigen Literatur wurden Walddeutsche 1907 von Raimund Friedrich Kaindl popularisiert.cite-ref-blajer-62-47-0[43] Im Jahr 1921 wurden Teile deutschsprachiger SchöffenbĂŒcher aus den Sprachinseln um ĆaĆcut und Krosno veröffentlicht.cite-ref-blajer-62-47-1[43] Im Jahr 1928 erschien ein Artikel von Walter Kuhn ĂŒber deutsche Siedler um Wielopole SkrzyĆskie.cite-ref-wk1928-29-1[28] SpĂ€ter folgten Forschungen von Franz A. Doubek (1928,cite-ref-doubek1928-10-2[10] 1931,cite-ref-ds-48-0[44] 1932, 1933), Heinrich F. Schmid (1931cite-ref-ds-48-1[44]), Kurt LĂŒck (1934cite-ref-49[45]), Ernst Schwarz (1937, 1957, 1960) und Giselle Hildebrandt (1943). Einige Initiativen zur Germanisierung wĂ€hrend der deutschen Besetzung Polens 1939â1945 stĂŒtzten sich auf diese Forschung, so die âHatschower Aktionâ um Krosno und die Aktion âGoralenvolkâ in Polens Hochland Podhale, nach denen die Bewohner von HaczĂłw und die Goralen als deutscher Herkunft zu betrachten und zu germanisieren seien, was aber an WiderstĂ€nden der Betroffenen scheiterte. In der Literatur der Volksrepublik Polen lieĂ nach dem Zweiten Weltkrieg die Forschung hierzu nach, genannt werden sollen Adam Fastnachts Veröffentlichungen (1962, 1990, 1991, 1998, 2002) und ein ausfĂŒhrliches Werk von Franciszek Trojnar (1988), in dem er den in der NS-Zeit (1943) erschienenen âHildebrandt-Artikelâ scharf angriff.cite-ref-50[46] Die neueste Forschung des Schöffenbuchs von Markowa (im Besitz des Zentralarchivs der Ukraine) wurde u. a. vom polnischen Germanisten Grzegorz Chromik betrieben.
In Deutschland behandelte Walter Kuhn 1975 die Walddeutschen in seinem Artikel Die deutschrechtliche Siedlung in Kleinpolen (In: Die Deutsche Ostsiedlung des Mittelalters als Problem der europÀischen Geschichte, 1975).cite-ref-51[47]
Die Forschung zur Gesamtausdehnung der deutschen Besiedlung gestaltet sich mit der nur begrenzten Zahl vorliegender mittelalterlicher Quellen schwierig. Die Toponomastik zĂ€hlt etwa 30 Ortsnamen ostmitteldeutscher Herkunft (meistens aus dem 14. Jahrhundert), die im Mittelalter im Gebiet der OberlĂ€nder und in den Einzugsgebieten der FlĂŒsse WisĆoka, WisĆok und San Verwendung fanden.cite-ref-52[48] Diese Ortsnamen wurden vom 14. bis zum 16. Jahrhundert schrittweise polonisiert.cite-ref-53[49] Weniger als 20 Orte im westlicher gelegenen Kleinpolen, die bis zum 16. Jahrhundert entstanden, hatten Namen deutscher Herkunft (ein bis drei Prozent).cite-ref-rymut-181-182-54-0[50] HĂ€ufiger sind Namen, die auf deutsche Personennamen zurĂŒckgehen, aber eine polnische morphologische Struktur haben oder mit Hilfe slawischer (polnischer) Suffixe (wie -owice, -Ăłw, -owa) aus deutschen Namen gebildet wurden,cite-ref-rymut-181-182-54-1[50] so ist z. B. der Ortsname Hermanowa bei Tyczyn von dem deutschen Vornamen Hermann abgeleitet und trĂ€gt das polnische Suffix -owa. Solche Namen deuten auf einen deutschen Lokator (polnisch zasadĆșca), bedeutet aber nicht, dass die Mehrheit der Siedler aus dem deutschsprachigen Raum kam.cite-ref-55[51] Zudem gab es um ĆaĆcut drei walddeutsche Dörfer mit Namen slawischer Herkunft; Krzemienica, Wysoka und Kosina.
In der Besiedlungsgeschichte wurde die Siedlungsform des Rundlings als die Ă€lteste betrachtet. Danach folgten die StraĂendörfer (polnisch ulicĂłwka) â in der Siedlungsform des Waldhufendorfes oft mit der deutschrechtlichen Kolonisation verbunden.cite-ref-56[52] Die StraĂendörfer könnten sich jedoch daneben auch aus Ă€lteren, nicht-deutschrechtlichen Siedlungen, z. B. alten Dienstsiedlungen nach ruthenischem Recht, durch Ănderung des Schachbretts der Ackerfelder zum regelmĂ€Ăigen Plan entwickeln.cite-ref-wolski-57-0[53] Typische Waldhufendörfer sind unter anderem HaczĂłw, Krzemienica, Markowa und Kombornia.cite-ref-58[54]cite-ref-59[55] Diese Siedlungsform war auch in der polnischsprachigen Bevölkerung bereits im 14. Jahrhundert ĂŒblich, und ist keiner Beweis der deutschen Besiedlung (z. B. nach Kurt LĂŒck im Fall von GaÄ).cite-ref-60[56]
Walddeutscher Dialekt
Als Beispiele fĂŒr den Dialekt der Walddeutschen dienen das Karfreitagslied und Christ ist erstanden, aus Markowa:cite-ref-61[57]
Bilder
Siehe auch
Literatur
âą JĂłzef Szujski: Die Polen und Ruthenen in Galizien. Krakau 1896, S. 17.
⹠Raimund Friedrich Kaindl: Geschichte der Deutschen in den KarpatenlÀndern. 1907.
âą PrzemysĆaw DÄ
bkowski: Stosunki narodoĆciowe ziemi sanockiej w XV stuleciu. LwĂłw 1921; auch in: Ziemia sanocka w XV stuleciu. Band I, LwĂłw 1931, S. 4â17.cite-ref-63[59]
âą Ernst Schwarz: Von den âWalddeutschenâ in Galizien. In: Schlesien Jh. V. Z. III. 1960. S. 147â156.
âą Adam Fastnacht: Osadnictwo ziemi sanockiej w latach 1340â1650. WrocĆaw 1962.
âą Franciszek Trojnar: Mity i fakty. Przyczynek do historii Ćredniowiecznego osadnictwa w okrÄgu ĆaĆcuta. In: Rocznik Przemyski Jh. XXVI. 1988, S. 109â146.
âą Grzegorz Chromik: Das Schöffenbuch von Markowa â ein Denkmal des frĂŒhneuhochdeutschen schlesischen Dialekts aus Polen im Vergleich mit Krzemienica und Bielitz. In: Zeitschrift des Verbandes Polnischer Germanisten. 2 (2013). Jahrgang. KrakĂłw 2013, S. 43â52 (ejournals.eu).
âą Grzegorz Chromik: Entwicklung der Graphematik im Schöffenbuch von Markenhau/Markowa. In: Zeitschrift des Verbandes Polnischer Germanisten. 4 (2015). Jahrgang. KrakĂłw 2015, S. 247â260 (ejournals.eu).
âą Marcin Wojciech Solarz, Marta RaczyĆska-Kruk: GĆuchoniemcy, Taubdeutsche, Walddeutsche - przyczynek do biografii pojÄcia [A Contribution to the biography of the concept], 2023.
Weblinks
Commons
: Walddeutsche
â Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
âą Christopher Deeken: Die deutschrechtliche Siedlung im mittelalterlichen Kleinpolen unter Kasimierz III. Gesellschaftliche Auswirkungen anhand der GrĂŒndungsurkunde von Pilzno, 2006
âą Grzegorz Chromik: Mittelalterliche deutsche Sprachinseln in Oberschlesien, Kleinpolen und RotreuĂen, KrakĂłw, 2019
Einzelnachweise
cite-note-11. GemÀlde von Zygmunt Ajdukiewicz in: Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild, Band Galizien, Wien 1898, S. 281 (Online, Digitalisierung der Library der University of Michigan).
cite-note-22. â Wojciech Blajer: Bemerkungen zum Stand der Forschungen ĂŒber die Enklaven der mittelalterlichen deutschen Besiedlung zwischen WisĆoka und San. In: PĂłĆșne Ćredniowiecze w Karpatach polskich. red. Jan Gancarski. Krosno 2007, ISBN 978-83-60545-57-7, S. 66.
cite-note-44. â âTatra Mountains, between Moravia and the main range of the Carpathians. This population approaches the Slovaks in physical type, as they do geographically. They are said to be in part of German blood, like their neighbors, the Gluchoniemcy, or âDeaf Germansâ, who also speak Polish.â In: William Paul Dillingham: Reports of the Immigration Commission. United States. Immigration Commission (1907â1910). Washington 1911, S. 260.
cite-note-55. â JĂłzef Szujski: Die Polen und Ruthenen in Galizien. Krakau 1896, S. 17.
cite-note-66. â Wojciech Blajer: Uwagi âŠ, S. 59â60.
cite-note-77. â (âŠ) Isolated, yet unambiguous sources bear witness to the emergence between 1220 and 1241 of KrakĂłwâs first, short-lived civic community, whose demise is associated with the political catastrophe that befell the Silesian Piast dynasty with the Mongol invasion of Poland in 1241
cite-note-88. â Jerzy Rajman: Gmina miasta lokacyjnego w XIII i poczÄ
tkach XIV wieku
cite-note-99. â Kodeks Dyplomatyczny MaĆopolski, Band I, S. 21
cite-note-doubek1928-1010. â Franz A. Doubek: Ein deutsches Sprachdenkmal aus der Gegend von ĆaĆcut. In: Deutsche Wissenschaftliche Zeitschrift fĂŒr Polen. Nr. 13. Historische Gesellschaft, 1928, S. 66â87 (zgora.pl [abgerufen am 4. MĂ€rz 2019]).
cite-note-1111. â Wojciech Blajer: Uwagi âŠ, S. 63â65.
cite-note-1212. â Wojciech Blajer: Uwagi âŠ, S. 67.
cite-note-1313. â Wojciech Blajer: Uwagi âŠ, S. 93.
cite-note-1414. â Grzegorz Chromik: Das Schöffenbuch von Markowa â ein Denkmal des frĂŒhneuhochdeutschen schlesischen Dialekts aus Polen im Vergleich mit Krzemienica und Bielitz. In: Zeitschrift des Verbandes Polnischer Germanisten. 2 (2013). Jahrgang. KrakĂłw 2013, S. 50 (ejournals.eu).
cite-note-b87-1515. â Wojciech Blajer: Uwagi o stanie badaĆ nad enklawami Ćredniowiecznego osadnictwa niemieckiego miÄdzy WisĆokÄ
i Sanem [Bemerkungen zum Stand der Forschungen ĂŒber die Enklaven der mittelalterlichen deutschen Besiedlung zwischen WisĆoka und San]. In: PĂłĆșne Ćredniowiecze w Karpatach polskich. RzeszĂłw 2007, S. 87.
cite-note-1616. â Wojciech Blajer: Uwagi âŠ, S. 78.
cite-note-1717. â Franciszek Trojnar: Mity i fakty. Przyczynek do historii Ćredniowiecznego osadnictwa w okrÄgu ĆaĆcuta. In: Rocznik Przemyski Jh. XXVI. 1988, S. 125â126.
cite-note-makarski-1818. â WĆadysĆaw Makarski: Nazwy miejscowoĆci dawnej ziemi przemyskiej [Die Namen der Ortschaften des ehemaligen PrzemyĆler Landes]. Towarzystwo Naukowe Katolickiego Uniwersytetu Lubelskiego Jana PawĆa II, Lublin 1999, ISBN 83-8770372-9, S. 411 (polnisch).
cite-note-1919. â Wojciech Blajer: Uwagi âŠ, S. 89.
cite-note-2120. â Wojciech Blajer: Uwagi âŠ, S. 60.
cite-note-2221. â âNamen, deren eindeutig deutsche Form durch richtige polnische Aussprache (sz=sch, z=s, c=z usw.), durch die Verschiebung von der heutigen Endung -ar in die deutsche Endung -er oder durch die Streichung einer polnischen Endsilbe, z. B. -ski, sofort erkenntlich ist: Bytnar, Flayszar, Frynd, Gebaur, Kielar, Kluz (Klaus), Krauz, Lenar, Michnar, Olbrycht, Pelc, Preys, Raywer, Rewer, Szaier, Szpilma, Szpylman, Szponar, Szubert, Szylar, Taychman, Uchman, Ulman usw.; 2. Namen, die sich bei grĂŒndlicher Nachforschung mit Hilfe des alten Schöffenbuches als verbalhomisierte, ehemals deutsche Formen erweisen: Inglot = Engelhardt, Homa = Hofinann, Bar = Bauer, Cwynar = Zwimer, Zyma = Simon (im Polnischen heiĂt Simon âSzymonâ) usw.; 3. Namen, die zweifellos nicht polnisch, sondern deutsch sind: Bala-wejder, Balawendern, Walawender, Lonc, Haynosz, Heynosz u. a.; 4. Namen zweifelhafter Herkunft: Bachta, Hawro, Jarosz u. a.; 5. Polnische Namen: Gorzkowicz, Ćwiatoniowski, Wasiewicz, Ziobrowski u. a. Durch eingehendere Untersuchungen der heutigen Namen sowie der KirchenbĂŒcher und des Schöffenbuches lieĂe sich ohne allzu groĂe Schwierigkeiten ein groĂer Teil der zu den Gruppen 3 und 4 gehörigen Namen sicher als deutsche noch beweisen, wie z. B. beim Namen Engelhardt; damit wĂŒrde der schon jetzt hohe Prozentsatz heute deutscher Namen noch zunehmenâ. Przyrostek âar w przyswojonych do jÄzyka polskiego nazwach niemieckich zakoĆczonych na âer jest juĆŒ bardzo dobrze poĆwiadczony w staropolskiej antroponimii. In: Barbara Czopek-Kopciuch: SĆownik Etymologiczno-Motywacyjny Staropolskich Nazw Osobowych. Nazwy osobowe pochodzenia niemieckiego. Band 5. Krakau 1997.
cite-note-2322. â Eckhard Eggers: Die Phonologie der deutschen Lehnwörter im Altpolnischen bis 1500. 1988
cite-note-2423. â D. Wrona: Wsie na ĆaĆcuckim wilkierzu [Dörfer nach Landshuter WillkĂŒr]. In: PrzeglÄ
d prawa i administracii. Band XL.VII, LwĂłw 1922, S. 155.
cite-note-2524. â Fr. Persowski: KsiÄga sÄ
dowa wsi Markowej w powiecie przeworskim [(Das Schöffenbuch des Dorfes Markowa im Kreise Przeworsk]). In: Roczniki dziejĂłw spoĆ. i gosp. LwĂłw 1931, S. 43â52.
cite-note-2625. â Das im Buch Liber beneficiorum ecclesiae Craceviensis von Jan DĆugosz (1470 bis 1480) angegebene Jahr 1488 ist ein Jahreszahl-Fehler vom Kopisten, siehe Herbert Ludat: Bistum Lebus. Studien zur GrĂŒndungsfrage und zur Entstehung und Wirtschaftsgeschichte seiner schlesisch-polnischen Besitzungen. Weimar 1942, S. 60 (online).
cite-note-2726. â Wojciech Blajer: Uwagi âŠ, S. 85â87.
cite-note-2827. â Feliks Kiryk: Miasta maĆopolskie w Ćredniowieczu i czasach nowoĆŒytnych. Avalon, KrakĂłw 2013, ISBN 978-83-7730-303-0, S. 33 (polnisch, online [PDF]).
cite-note-wk1928-2928. â Walther Kuhn: Deutsche Siedlungen bei Brzostek. In: Deutsche Wissenschaftliche Zeitschrift fĂŒr Polen. Nr. 13. Historische Gesellschaft, 1928, S. 58â65 (zgora.pl [abgerufen am 4. MĂ€rz 2019]).
cite-note-3229. â Das Gebiet der Walddeutschen teilte sich in 15 Bezirke auf: Brzesko, DÄ
browa, TarnĂłw, Gorlice, JasĆo, Pilzno, Ropczyce, RzeszĂłw, StrzyĆŒĂłw, Krosno, Sanok, BrzozĂłw, PrzemyĆl, Przeworsk und Jaroslau. Siehe: Ortfried Kotzian: Die Umsiedler: die Deutschen aus West-Wolhynien, Galizien, der Bukowina, Bessarabien, der Dobrudscha und in der Karpatenukraine. 2005, S. 75.
cite-note-3330. â âVorgebirgslandschaften infolge der hĂ€ufigen EinfĂ€lle der Litauer verwĂŒstet und leer antraf, siedelte er Leute des deutschen Volkes in jenen Gebieten an, die auch heute noch in den Dörfern um Przeworsk, PrzemyĆl, Sanok und JarosĆaw wohnen und, wie ich selbst gesehen habe, ausgezeichnete Landwirte sind. Noch in der Gegenwart werden die Bewohner der alten âregio pedemontanaâ von ihren Nachbarn als âGĆuchoniemcyâ (Walddeutsche) bezeichnet.â In: Katharine Bechtloff, Julius KrĂ€mer: Hilfskomitee der Galiziendeutschen. Heimat Galizien. 1965. âThus the region adjoining the Carpathians and extending to a line TarnĂłw-RzeszĂłw-JarosĆaw, the hithero almost uninhabited regio pedemontana was settled by German-speaking Silesians and soon abounded in large Waldhufendorfer with Frankish hides and in towns whose German names were in many case identical with place-names in Silesia (Landskron, GrĂŒnberg [âŠ]).â In: Göttinger Arbeitskreis. Deutsche Demokratische Republik. Holzner-Verlag, 1961, S. 79.
cite-note-janeczek-3431. â Andrzej Janeczek: Exceptis schismaticis: upoĆledzenie RusinĂłw w przywilejach prawa niemieckiego WĆadysĆawa JagieĆĆy. 1984, S. 529â532 (polnisch, Online [PDF]).
cite-note-3532. â Szymon Starowolski: Polska albo opisanie poĆoĆŒenia KrĂłlestwa Polskiego. Krakau 1632, ĂŒbersetzt von A. PiskadĆo.
cite-note-3633. â Maciej Stryjkowski: Kronika polska, liteweska, etc. 1582; ZbiĂłr dziejopisĂłw polskich. Warschau 1766, S. 399; zitiert nach Kurt LĂŒck: Deutsche AufbaukrĂ€fte in der Entwicklung Polens. Plauen 1934, S. 93. Marcin Bielski: Kronika wszystkyego swyata, edit. 1551; Wersja cyfrowa w PBI.
cite-note-3734. â Adam WĂłjcik: StrĂłj PogĂłrzan. Wydawnictwo Komisji Swojszczyzny ZwiÄ
zku Ziem GĂłrskich, 1939.
cite-note-kl1943-3835. â âPolen lange Zeit auf alle westlichen, nichtslavischen Völker anwandten, blieb dann die Bezeichnung fĂŒr den deutschen Nachbarn. Die untergegangenem mittelalterlichen deutschen Volksinseln im Vorkapathenlande zwischen TarnĂłw, Pilsen (Pilzno), RzeszĂłw, Landshut (ĆaĆcut), Przeworsk, JarosĆaw (Jaroslau), PrzemyĆl (Premissel), Sanok, Dukla, Neu-Sandez sind seit Jahrhunderten na gĆuchoniemcach genannt worden.â In: Kurt LĂŒck: Der Mythos vom Deutschen in der polnischen VolksĂŒberlieferung und Literatur: Forschungen zur deutsch-polnischen Nachbarschaft im ostmitteleuropĂ€ischen Raum. S. Hirzel, 1943, S. 117.
cite-note-3936. â JĂłzef Nyka: Pieniny. Przewodnik. 11. Auflage. Trawers, Latchorzew 2010, ISBN 83-915859-4-8, S. 9.
cite-note-w1931-4037. â âW poĆudniowej czÄĆci grupy Sandomierskiej zaznaczajÄ
siÄ rĂłĆŒnice kulturowe miÄdzy mieszkaĆcami dolnych a Ćrodkowych dorzeczy Dunajca, WisĆoki i WisĆoka. Na poĆudniu zaznaczajÄ
siÄ np. wpĆywy kolonistĂłw SasĂłw na terenie zwanym przez sÄ
siadĂłw «Na GĆuchoniemcach» od Pilzna i Gorlic aĆŒ poza WisĆokâ. In: Wiedza o Polsce. Geografia Polski. Etnografia Polski. Wydawnictwo âWiedza o Polsceâ. [1931], S. 202.
cite-note-4238. â Wojciech Blajer: Uwagi âŠ, S. 60.
cite-note-4339. â Aleksander ĆwiÄtochowski: GrundriĂ der Geschichte der polnischen Bauern. Band 1, LwĂłw/PoznaĆ 1925, S. 498. Die Urkunden und Akten der Land- und Obervogteien. Die BĂ€nde und Akten fĂŒr den Zeitraum 14. Jahrhundert bis 1772. Akta Grodzkie i Ziemskie, LwĂłw 1868.
cite-note-4440. â Ignacy Krasicki: Kommentar zu âPolnische Wappenrolleâ: Kasper Niesiec Herbarz Polski, edit. 1839â1846 B. IX, S. 11.
cite-note-4541. â Wincenty Pol: Historyczny obszar Polski rzecz o dijalektach mowy polskiej. KrakĂłw 1869.
cite-note-4642. â Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Die deutschen Vertreibungsverluste. Bevölkerungsbilanzen fĂŒr die deutschen Vertreibungsgebiete 1939/50. Wiesbaden 1958, S. 275â276, 281. âschlesisch-deutscher Gruppe bzw. die GĆuchoniemcĂłw (Walddeutsche), zwischen Dunajez und San, Entnationalisierung im 16. Jh. und 18. Jh.â
cite-note-blajer-62-4743. â Wojciech Blajer: Uwagi âŠ, S. 62.
cite-note-ds-4844. â Franz A. Doubek, Heinrich Felix Schmid: Schöffenbuch der Dorfgemeinde Krzemienica a. d. Jahren 1451 bis 1482. S. Hirzel, Leipzig 1931 (online [PDF]).
cite-note-4945. â Kurt LĂŒck: Deutsche AufbaukrĂ€fte in der Entwicklung Polens. Gunther Wolf. Plauen im Vogtland, 1934 (Online).
cite-note-5046. â Wojciech Blajer: Uwagi âŠ, S. 69.
cite-note-5147. â Wojciech Blajer: Uwagi âŠ, S. 67.
cite-note-5248. â Barpara Czopek-Kopciuch: Adaptacje niemieckich nazw miejscowych w jÄzyku polskim [Die Adaptation deutscher Ortsnamen im Polnischen]. Prace Instytutu JÄzyka Polskiego. Polska Akademia Nauk. Instytut JÄzyka Polskiego, 1995, ISBN 83-8557933-8, ISSN 0208-4074, S. 72 (polnisch, Online).
cite-note-5349. â B. Czopek-Kopciuch: Adaptacje âŠ, S. 73.
cite-note-rymut-181-182-5450. â Kazimierz Rymut: Szkice onomastyczne i historycznojÄzykowe. Kapitel âDie Ortsnamen deutscher Herkunft in Kleinpolen (MaĆopolska)â. Krakau 2003, ISBN 83-87623-71-7, S. 181â182.
cite-note-5551. â Idzi Panic: Bielsko-BiaĆa. Monografia miasta. Hrsg.: WydziaĆ Kultury i Sztuki UrzÄdu Miejskiego w Bielsku-BiaĆej. 2. Auflage. I, Bielsko od zarania do wybuchu wojen ĆlÄ
skich. Bielsko-BiaĆa 2011, ISBN 978-83-60136-31-7, Zaplecze osadnicze Bielska, S. 221 (polnisch).
cite-note-5652. â Kötzschke-Kretschmar, S. 98 ff.; Gause, S. 22; Rost, S. 1.
cite-note-wolski-5753. â Krzystof Wolski: Osadnictwo okolic Pruchnika w XV wieku. PrzemyĆl 1958, S. 12 (polnisch, online [PDF]).
cite-note-5854. â Zygmunt JaĆlar: HaczĂłw, niezwykĆa osada szwedzko â niemiecka. JasĆo 1938 [Hanshau, eine eigenartige schwedisch-deutsche Siedlung] Jessel 1938
cite-note-5955. â Gisele Hildebrandt: Markowa, ein Dorf der mittelalterlichen deutschen Ostsiedlung. In: Zeitschrift fĂŒr Erdkunde, Heft 6, 1943.
cite-note-6056. â Wojciech Blajer, 2007, S. 7
cite-note-6157. â Jakub Szputuar: ĆaĆcut. November 1827. MichaĆ Wiszniewski: Historya literatury polskiĂ©j. Band 6, Krakau, 1844, S. 367ff. (Digitalisat bei Google Books).
cite-note-622. Franciszek Kotula: Pochodzenie domĂłw przysĆupowych w Rzeszowskiem. In: Kwartalnik Historii Kultury Materialnej Jahr. V., Nr. 3/4, 1957, S. 557.
cite-note-6359. â Ziemia sanocka w XV stuleciu. Band I, LwĂłw, 1931, S. 4â17.
Anmerkungen
cite-note-20A 1. â KroĆcienko WyĆŒne wurde 1386 erwĂ€hnt, Korczyna 1392 als Kotkenhaw, Iwonicz im Jahr 1413 als Ywanczepole, 1426 Kombornia als Kaltborna, KlimkĂłwka im Jahr 1436. Die Burg OdrzykoĆ wurde auch Errenberg (1410) genannt.
cite-note-30A 2. â Honstad seu in polonico lasliska 1477
cite-note-31A 3. â Wie Posada JaÄmierska bei JaÄmierz, PrzedmieĆcie (Posada) bei RymanĂłw. Auch Tyczyn hatte zwei VorstĂ€dte (Hermanowa und Kielnarowa), deren Name auf deutsche GrĂŒnder deuten.